SprachenmodellAufgrund der besonderen sprachlichen und kulturellen Gegebenheiten sowie der Schulorganisation in Südtirol ist der Studiengang für Bildungswissenschaften im Primarbereich in je eine Abteilung für die Vorbereitung zum Unterricht an der deutschsprachigen, der italienischsprachigen und der dreisprachigen ladinischen Schule gegliedert. Die ladinischen Studierenden absolvieren das Studium teils auf Deutsch, teils auf Italienisch, mit zusätzlichen Lehrveranstaltungen in Ladinisch. Die Studenten entscheiden sich bei der Vorinskription für die Sprache, in der sie die Ausbildung absolvieren wollen; eine Sprachprüfung ist dafür nicht vorgesehen. Auf Antrag können auch Studierende der deutsch- und italienischsprachigen Abteilung Veranstaltungen in der jeweils anderen Sprache besuchen und Prüfungen ablegen.
Damit wurde für dieses Studium eine fakultative Mehrsprachigkeit eingeführt, während im Rahmen der Studiengänge für Sozialpädagogik und Soziale Arbeit eine obligatorische Mehrsprachigkeit vorgesehen ist. Der Grund für diese Entscheidung liegt in den verschiedenen Anforderungen der jeweiligen Arbeitsfelder und den entsprechenden Organisationsformen. Das Schulwesen ist in Südtirol nach Sprachgruppen getrennt organisiert, während die Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens einheitlich funktionieren. Der Bereich der Mehrsprachigkeit und Multikulturalität stellt für die Fakultät eine große Herausforderung, aber auch eine Profilierungsmöglichkeit in Forschung und Lehre dar.